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ONIGIRAZU – JAPANISCHE SUSHI-SANDWICHES

Diese japanischen Sushi-Sandwiches namens Onigirazu lachen mich schon seit einer Weile immer wieder auf Instagram an. Sushi machen ist eine Menge Arbeit und erfordert etwas Geschick – diese Onigirazu sind etwas einfacher herzustellen und man braucht weniger davon, um satt zu werden. Mir haben zwei Stück als Mittagessen gereicht.

Onigirazu veganes Sushi Sandwich

Bei eat this habe ich ein tolles Rezept gefunden, außerdem gibt es dort eine Anleitung wie man sie faltet. Die Form meiner Onigirazu ist noch verbesserungswürdig, aber ich habe sie ja zum ersten Mal zubereitet. Drei verschiedene Füllungen habe ich dafür ausprobiert: Räuchertofu und Posteleien, Süsskartoffel und Radicchio, Rote Bete und Champignons. Die Tofu-Posteleien-Füllung hat am besten geklappt, aber von der Farbe her finde ich Süsskartoffel-Radicchio am schönsten. Geriebene Rote Bete kann ich nur bedingt für die Sushi-Sandwiches empfehlen, weil sie sehr ausfärbt und beim Aufschneiden nicht so schön aussieht. Geschmeckt haben aber alle drei Variationen sehr gut!

Wichtig ist, den Reis mit einer Essig-Zucker-Mischung zu würzen (wie bei Sushi), damit die Onigirazu nicht langweilig schmecken. Die Posteleien (die grünen Blätter am Rand des Tellers) waren in meiner Biokiste – ich mag sie sehr gern, sie sind frisch und knackig, man kann daraus Salat machen oder sie verwenden wie frischen Spinat, zum Beispiel auch in grünen Smoothies. Es gibt übrigens verschiedene Namen dafür: Gewöhnliches Tellerkraut, Winterportulak oder eben Posteleien. Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen sind darin enthalten – also ein sehr gesundes Wintergemüse! Eigentlich kommt die Pflanze aus Nordamerika. Dort wurde sie früher vor allem als Heilpflanze eingesetzt: zerstampft in Umschlägen gegen rheumatische Schmerzen oder als Saft gegen Appetitlosigkeit. An Appetit fehlt es mir beim Anblick der Sushi-Sandwiches jedenfalls nicht 😉

Onigirazu veganes Sushi Sandwich

Onigirazu - japanische Sushi-Sandwiches

Portionen: 18 Stück / 4 Personen
Kochzeit: 45 Minuten

Zutaten

  • 1 Tasse Sushi-Reis
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 2 - 3 EL Reisessig
  • 8 Nori-Blätter (wie für Sushi)
  • 1 kleine Süsskartoffel
  • 1 Räuchertofu
  • 1 Handvoll Posteleien oder frischer Spinat
  • 1/2 Radicchio
  • 1 kleine Rote Bete
  • 8 Champignons
  • Öl

Anleitung

1

Sushi-Reis gründlich in einem Sieb waschen (das ist sehr wichtig, damit die Stärke ausgespült wird und der Reis nicht matschig wird). Dann mit 2 Tassen Wasser und 1/2 TL Salz in einem Kochtopf zum Kochen bringen. Runterschalten auf niedrige Hitze und 20 Minuten garen lassen. Wenn der Reis gar ist, Zucker und Reisessig verrühren und gut mit dem Reis verrühren. Vor der Weiterverarbeitung vollständig auskühlen lassen.

2

Süsskartoffel schälen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Tofu halbieren und in Scheiben schneiden (so dass man 4 - 6 Scheiben hat, je nach Dicke). Champignons längs in Scheiben schneiden. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und darin Tofuscheiben, Süsskartoffeln und Champignons anbraten, bis sie knusprig sind.

3

Posteleien gründlich waschen und trocknen. Radicchio in Streifen schneiden, waschen und ebenfalls trocknen. Rote Bete schälen und hobeln.

4

Nori-Blätter mit den rauen Seite nach oben auf die Arbeitsfläche legen. In der Mitte 2 EL Reis festdrücken. Dann belegen: 4 Stück mit Tofu und Posteleien, 4 Stück mit Süsskartoffel-Scheiben und Radicchio, 2 Stück mit geriebener Rote Bete und Champignons. Darauf nochmal Reis verteilen und gut andrücken. Nun die gegenüberliegenden Ecken in die Mitte legen, so dass ein kleines Päckchen entsteht (wie bei einem Brief). Mit der gefalteten Seite nach unten auf ein Holzbrett legen, kurz ruhen lassen und dann mit einem sehr scharfen Messer schneiden. Nach jedem Onigirazu das Messer säubern, weil die Nori-Blätter reissen wenn das Messer klebrig ist.

5

Die Sushi-Sandwiches auf einem Teller drapieren und servieren.

Notizen

Man kann die Onigirazu einen Tag lang im Kühlschrank aufbewahren, besser schmeckt es jedoch wenn man sie frisch füllt, weil das Nori-Blatt bei der Aufbewahrung weich wird.

Onigirazu veganes Sushi Sandwich

Onigirazu veganes Sushi Sandwich

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4 Kommentare

  • Antworten
    *thea
    19. März 2018 um 16:26

    Das sieht so unglaublich lecker aus!! Noch schrecke ich vor selbstgemachtem Sushi zurück – aber da kann man ja kaum widerstehen!

    • Antworten
      Ela
      19. März 2018 um 20:12

      Liebe Thea, selbstgemachtes Sushi ist schon ein bisschen Arbeit. Aber die Onigirazu oder Onigiri sind echt im Vergleich schnell gemacht. Man muss nicht mühsam die Rollen formen, diese großen Päckchen sind viel einfacher zu machen! Und man muss nur wenige davon machen/essen um satt zu werden 😉 Hoffe du gibst der selbstgemachten Variante eine Chance!
      Liebe Grüße,
      Ela

  • Antworten
    Jasmin
    19. März 2018 um 16:59

    Wir futtern zuhause ja nahezu ausschließlich vegetarisch – meine bessere Hälfte mittlerweile überall und immer 😉 Und im Zuge dessen habe ich Räuchertofu kennen – und vor allem lieben gelernt! Sushi mag und mochte ich noch nie, einfach wegen des Fisches. Deshalb hab ich auch noch nie Bekanntschaft mit vegetarischen Varianten gemacht. Wenn ich mir das aber so ansehe, dann sollte ich das dringend mal ändern. Optisch ein Knaller und Räuchertofu ist auch dabei: das MUSS lecker sein 🙂

    Viele Grüße

    Jasmin

    • Antworten
      Ela
      19. März 2018 um 20:13

      Liebe Jasmin, danke für deinen netten Kommentar 🙂 Ich mag eigentlich auch Avocado Maki am liebsten. Das ist und bleibt meine liebste Sushi-Variante. Aber die Onigirazu sind wirklich auch ziemlich lecker! Von Räuchertofu bin ich ein großer Fan, andere Sorten kaufe ich fast nie.. Maximal Tomaten-Tofu für eine Bolognese. Bin gespannt, ob du die Sushi-Sandwiches mal ausprobierst!
      Liebe Grüße,
      Ela

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