Deutschland/ Reisen

BERLIN 2

Zwar wohne ich inzwischen nicht mehr in Berlin, ab und zu verschlägt es mich aber dennoch hin. Tolle Veranstaltungen, liebe FreundInnen besuchen und Essen, Essen, Essen. Gerade im Vergleich zu München ist Essen gehen in Berlin einfach das Beste – günstig, kreativ, viel Auswahl, viel vegan. Deshalb habe ich mich entschlossen, euch an meiner letzten Reise nach Berlin teilhaben zu lassen und euch zu zeigen, was und wo ich dort gegessen habe. Eigentlich war das nicht geplant, deshalb bekommt ihr Bilder von meinem Handy – die zeigen dafür auch alles sehr authentisch 😉
Berlin Schöneberg
Berlin Schöneberg
Ich kam spät abends am Mittwoch in Berlin Schöneberg an. Donnerstag ging es auf die Social Media Week und in der Mittagspause erstmal schön vietnamesisch essen. Vietnamesische Restaurants findet man dort an jeder Ecke und die treffen meist genau meinen Geschmack. Preislich sind sie im unteren Bereich, gerade zu Mittag kann man dort meist sehr günstig essen. Für mich gab es einen superleckeren Tee aus Minze, Ingwer, Limette und Goji-Beeren und ein scharfes Curry!
Tee aus Minze, Ingwer, Limette und Goji-Beeren
Tee aus Minze, Ingwer, Limette und Goji-Beeren
Vietnamesisches rotes Curry
Vietnamesisches rotes Curry
Beides sehr lecker und zu empfehlen – da der Vietnamese aber jetzt nicht herausragend war, bleibe ich bei meinen Top-Viet-Empfehlungen in Berlin: From Hanoy with Love (Hermannstraße 176) und Hamy (Hasenheide 10) in Neukölln. Wer es etwas schicker mag, geht zu District Mot in der Rosenthalerstraße 62 in Mitte.
Nachmittags habe ich im neu eröffneten Laden einer Freundin vorbeigeschaut, die ab jetzt gemeinsam mit zwei anderen sympathischen Leuten Friedrichshain mit Haferbrei versorgt. Im Haferkater in der Boxhagener Straße 76-78 bekommt ihr veganen Bio-Haferbrei mit verschiedenen Toppings. Von leckeren Nüssen, Früchten, Crunchies über Karamell ist alles dabei, was ihr euch vorstellen könnt! Um Verpackungsmüll zu vermeiden wird der Haferbrei in Gläsern verkauft – für 1 Euro Pfand könnt ihr ihn euch als Frühstück mit auf den Weg nehmen und das Glas bei der nächsten Gelegenheit wieder zurückbringen. Geöffnet hat der Haferkater MO – FR ab 6.30 Uhr bis 17 Uhr (samstags von 8.30 bis 18.30 Uhr).
Haferkater BerlinHaferkater Berlin

 

Haferkater Berlin
Haferkater Berlin
Ich hatte einen superleckeren Matcha Latte und einen Pariser Kater mit Haselnüssen, Crunchies und Karamell. Absolut zu empfehlen! Eigentlich bin ich kein Fan von Porridge, aber die drei vom Haferkater haben ihren Haferbrei wirklich perfektioniert. Dazu trägt sicherlich bei, dass sie den Hafer vor Ort selbst mahlen und alle Zutaten Bio sind. Und die große Portion Liebe nicht zu vergessen!
Matcha Latte HaferkaterPorridge mit Haselnüssen und Karamell

 

Am Abend habe ich mich mit FreundInnen getroffen und wir sind gemeinsam zum Streetfood Thursday in die Markthalle IX in Kreuzberg gegangen. Jeden Donnerstag zwischen 17 und 22 Uhr bekommt man dort alles möglich auf die Hand. Wer Glück hat, ergattert einen der beliebten Sitzplätze – der Rest muss im Stehen essen. Von Allgäuer Kässpatzn über vietnamesische Summer-Rolls, Burger oder vegane Smoothies findet ihr dort alles, was euer Herz begehrt! Ich hatte brasilianische Tapioka-Fladen mit Käse und Kokos und zum Nachtisch leckeren Apple Crumble. Die Preise bewegen sich in etwa zwischen 3,50 und 7,50 Euro, so dass man sich auch einfach ein paar verschiedene Sachen zum Probieren kaufen kann.
Handgemachte Nudeln chinesischvegane Summer Rolls
 Handgemachte Nudeln und vegane Summer Rolls

 

Tapiocaria BerlinTapiocaria Berlin
 Tapiocaria
Apple Crumble
Apple Crumble für 3,50 €
Am folgenden Tag war ich Frühstücken im Cafe Bilderbuch in Schöneberg. Wäre sicher sinnvoll, hier zu reservieren – wir haben uns an einen Tisch mit ein paar anderen Leuten dazugequetscht. Es gibt Live-Klaviermusik und eine große Auswahl an verschiedenen Frühstücks-Angeboten. Ich hatte ein Frühstück mit Käse, Frischkäse und Obst.
Frühstück Cafe BilderbuchCafe Bilderbuch
 Frühstück Cafe Bilderbuch
Nach einer weiteren spannenden Veranstaltung auf der Social Media Week habe ich im Momos vorbeigeschaut, wo es nepalesische Teigtaschen mit allerlei Füllungen und Saucen gibt. Fast alle davon sind vegan, nur eine Füllung und eine Sauce enthalten Käse/Frischkäse. Es gibt sie gedämpft, gebraten oder als Suppeneinlage. Weil ich so gespannt war, wie sie schmecken (und dabei an meine Zeit in Nepal zurückdenken musste) entschied ich mich für die “Momo Experience”, 36 Teigtaschen mit 4 verschiedenen Füllungen, jeweils gebraten und gedämpft, dazu 3 Dips. Gute Entscheidung, zwei Leute werden davon locker satt und bei einem Preis von 15 Euro kann man sicher nicht meckern. Dazu gab es ChariTea und LemonAid (fair gehandelt, bio), die in Berlin sehr verbreitet sind, in München leider nicht so 😉
Momos Berlin

 

Momos BerlinMomos Berlin
 Momos Berlin
Danach spazierten wir ausgiebig durch Berlin und statteten auch dem Original Unverpackt Supermarkt in der Wiener Straße 16 einen Besuch ab. Ihr habt wahrscheinlich schon davon gehört: einer der ersten Supermärkte deutschlandweit, der auf Einwegverpackungen verzichtet. Man bringt eigene Behälter mit und füllt sich ab, was man kaufen möchte. Schöne Idee, oder? Daran sollten sich einige große Supermarktketten dringend ein Beispiel nehmen.
Original Unverpackt BerlinOriginal Unverpackt Berlin
 Original Unverpackt Berlin
Den Abend habe ich dann mit Freunden in einem Cafe an der Hermannstraße mit Origami-Falten verbracht, bis uns wieder der Hunger gepackt hat. Wir sind also quer durch Neukölln zu Azzam in der Sonnenallee 54 gewandert, einem absoluten Geheimtipp. Zu viert sind wir dort von zwei Portionen Baba Ganoush und Hummus gut satt geworden! Für unfassbare 7 Euro gab es diese zwei riesigen Schüsseln plus arabisches Fladenbrot und zwei Teller mit Minze, Oliven, eingelegten Gurken und einer halben rohen Zwiebel (ähhh ja.. die haben wir dann nicht gegessen). Wer aufs Budget achtet, sollte definitiv in Neukölln essen gehn, das Preis-Leistungsverhältnis ist dort einfach unschlagbar.
Azzam Neukölln
Azzam Neukölln
Leider war damit mein Berlin-Besuch schon fast zu Ende, aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen, noch vor der Abreise ein Frühstück bei Fräulein Wild in der Dresdener Straße 13 am Kottbusser Tor einzuschieben. Auch das ist ein Geheimtipp: keine Hipster, keine Touris. Auch an einem Samstagmorgen ohne Reservierung bekommt man dort einen Tisch. Es gibt ein veganes Frühstück und mindestens einer der Kuchen in der Vitrine ist ebenfalls vegan.
Käsefrühstück Fräulein WildFräulein Wild

 

Veganes Frühstück Fräulein Wild
Veganes Frühstück bei Fräulein Wild
Ich hatte ein Käsefrühstück mit richtig gutem Käse. Oft bekommt man ja leider nur Billig-Scheibenkäse aus der Packung vorgesetzt – bei Fräulein Wild gab es fünf leckere Käsesorten, dazu Feigensenf, Weintrauben, Butter, Tomaten, Orangen, Tomate-Mozzarella mit Pesto, Bananenscheibchen und neben den üblichen Brötchen auch frisches Brot. Mal was anderes! Das vegane Frühstück hatte Marmelade, Orangen, Weintrauben, Bananen, Margarine, Tomtaen, Paprika und drei Sorten Aufstrich, einer davon vegane Leberwurst. Mal was anderes 🙂
Ihr seht, Berlin ist definitiv immer eine Reise wert. Auch mit wenig Budget kann man dort richtig schlemmen!

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6 Kommentare

  • Antworten
    Denise
    6. Oktober 2014 um 19:37

    Ich komme auch gerade aus Berlin zurück. Jedesmal mit kulinarischen Neuentdeckungen. Und da kommst du schon wieder mit neuen Tipps um die Ecke 😉
    Den Apple Krumple beim Street Food Thursday hätte ich auch beinah probiert. Hab mich dann aber doch für vegane Carrot-Chai-Cheesecakes entschieden. Berlin ist wirklich Deutschlands Food-Mekka. Ein Traum!

    Liebe Grüße,
    Denise

    • Antworten
      Ela
      7. Oktober 2014 um 11:13

      Ohh, berichtest du auch drüber? 🙂 Mich interessieren auch immer neue Tipps!
      Der vegane carrot-Chai-Cheesecake ist mir entgangen, Mist! Muss ich wohl demnächst nochmal hin 😉

      LG
      Ela

  • Antworten
    Toni S
    7. Oktober 2014 um 21:53

    Hey Ela,
    ich wohne ja nun auch nicht mehr in Berlin, aber fahre gerne und oft hin. In zwei Wochen ist es wieder geplant und gerne nehme ich dann die Liste deiner Tipps mit und schau mal, wo ich überall kulinarisch unterwegs sein werde.
    Ganz liebe Grüße
    Toni

    • Antworten
      Ela
      8. Oktober 2014 um 12:15

      Danke Toni! Hoffe die Lokale sagen dir zu 🙂
      LG
      Ela

  • Antworten
    thatauntie
    9. Oktober 2014 um 9:26

    das kommen gerade richtig – bin auch bald wieder einmal (nach Ewigkeiten) in Berlin und gerade Essensgehtips sind in so einer großen Stadt mit so vielen Möglichkeiten grandios. Vielen Dank!

    LG, noch eine Toni 😉

    • Antworten
      Ela
      9. Oktober 2014 um 9:45

      Ohh fein, ich wünsch dir ne tolle Zeit dort! Hab viel Spaß 🙂
      LG
      Ela

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